Jacza von Köpenick

Biographie Fürst Jacza von Köpenick 

 

um 1125/30 Geburt Jaczas

 

um 1135 Geburt Agathas, seiner späteren Ehefrau

 

um 1145 Heirat Jaczas mit Agatha, einer Tochter Peter Wlasts, des Grafen von Breslau

 

um 1145 das archäologische Material lässt auf einen forcierten Ausbau Köpenicks schließen

 

1145 Pribislaw / Heinrich von Brandenburg (Onkel von Jacza) reist gemeinsam mit Markgraf Konrad (vonWettin) von Meißen und der Ostmark sowie anderen ins Heilige Land

 

1147 Angriff vorwiegend ostsächsischer Fürsten, die von dänischen und polnischen Kräftenunterstützt werden, auf die slawischen Obodriten, Lutizen und Pommern nordöstlichder Elbe (sog. Elbslawen- oder Wendenkreuzzug)

Der Angriff erfolgt in zwei Abteilungen: der einen, die sich gegen die Obodritenwendet, gehören der Erzbischof Albero und der Dompropst Hartwig von Bremen, derBischof von Verden, die Herzöge Heinrich der Löwe und Konrad von Zähringensowiedänische Ritter unter Führung der beiden konkurrierenden Thronanwärter Sven undKnut an; der anderen, die gegen Lutizen und Pommern zieht, der Erzbischof vonMagdeburg, die Bischöfe von Halberstadt, Münster, Merseburg, Olmütz undHavelberg (Anselm als päpstlicher Kreuzzugslegat), Abt Wibald von Stablo undCorvey, die Pfalzgrafen von Sachsen und bei Rhein, die Markgrafen Albrecht der Bärund Konrad von Meißen sowie Herzog Mieszko III. (der Alte) von Polen

Pribislaws / Heinrichs Brandenburg und Jaczas Köpenick sind nicht betroffen

 

1149  erste urkundliche Erwähnung Jaczas in einem Schriftstück Herzog Bolesławs IV.(Kraushaar) von Polen

 

1150 Tod Pribislaws / Heinrichs von Brandenburg

 

1150 Markgraf Albrecht der Bär übernimmt Brandenburg aus den Händen Petrissas, derWitwe Pribislaws / Heinrichs, und zelebriert die Begräbnisfeierlichkeiten seinesVorgängers

 

1150 ein nach Merseburg zum 1. Mai angesetzter Hoftag König Konrads III. zur Beratung derSituation im Osten des Reiches kommt nicht zustande

 

1152/54 Bischof Wichmann von Naumburg wird Erzbischof von Magdeburg

 

1151/53 Tod Peter Wlasts, Jaczas Schwiegervater

 

1153 Slaweneinfälle in Ostsachsen

 

1153/54 Jaczas 1. Pilgerreise ins Heilige Land

Jacza beginnt mit einer eigenen Münzprägung

 

1155 erneut Slaweneinfälle in Ostsachsen

 

1157 (Frühjahr) Jacza erobert mit polnischer Unterstützung die Brandenburg

 

1157 (Juni 11) Markgraf Albrecht der Bär und Erzbischof Wichmann erobern dieBrandenburg zurück

 

1157  Wichmann eignet sich das von Slawen bewohnte Jüterboger Gebiet an

 

1157 (August / September) Feldzug Friedrich Barbarossas nach Polen, er nimmt Jaczas Sohn
als Geisel 

 

1157 (September) Tod des einzigen Sohnes Jaczas in Prag 

Köpenick wird auf Jaczas Münzen erstmals erwähnt 

 

1158 Markgraf Albrecht (der Bär) reist zusammen mit Bischof Ulrich von Halberstadt überByzanz ins Heilige Land

 

1162 Jaczas 2. Pilgerreise ins Heilige Land

 

1163 Jacza gründet im kleinpolnischen Miechów das Kanonikerstift der Ritter vomHeiligen Grabe

 

1167/68 Jacza und sein Schwager Swietoslaw sind führend beteiligt an einer Verschwörungzugunsten der Herzöge Mieszko III. (der Alte) und Kasimir II. (der Gerechte) gegenHerzog Bolesław IV. (Kraushaar) von Polen

 

1168 Jacza setzt das herzogliche Brüderpaar Bogislaw und Kasimir von Pommern als seineNachfolger in Köpenick ein

Jaczas Münzprägung läuft aus

 

1170 Tod Markgraf Albrechts des Bären; bei der Aufteilung seiner Besitzungen geratendessen Söhne mit Kaiser Friedrich Barbarossa in einen ernsthaften Konflikt

 

1172/73 erneutes Eingreifen Kaiser Friedrich Barbarossas zugunsten Herzog Bolesławs (derLange) bezüglich Schlesiens

 

1173 Tod Herzog Bolesławs IV. (Kraushaar) von Polen; sein jüngerer Bruder Mieszko III.(der Alte) wird sein Nachfolger 

 

1176 Tod Jaczas und Beerdigung im von ihm gegründeten Kanonikerstift in Miechów

 

ca. 1176 – ca. 1185 Köpenick unter Herrschaft der Pommernherzöge Bogislaw und Kasimir

 

1177 Herzog Bogislaw von Pommern sichert sich die Unterstützung des polnischen HerzogsMieszko III. (der Alte) bei einem Besuch in Gnesen und heiratet dessen TochterAnastasia

 

1177 Herzog Kasimir II. (der Gerechte) stürzt seinen älteren Bruder Miesko III. (der Alte)

 

1179 Pommern und Lutizen greifen die Ostmark / Lausitz und das Jüterboger Land an

 

1179–81 Sturz Herzog Heinrichs (des Löwen) von Bayern und Sachsen

 

1180 Bernhard, ein Sohn Markgraf Albrechts des Bären, wird neuer Herzog von Sachsen

 

1180 Tod  Herzog Kasimirs von Pommern im Kampf gegen Markgraf Otto von Brandenburg,der selbst schwer verwundet vom Burggrafen Siegfried von Brandenburg gerettetwird

 

1180 Papst Alexander III. und Kaiser Friedrich Barbarossa bestätigen die Aufhebung desSenioratsprinzips durch Herzog Kasimir II. (der Gerechte)

 

1184 kaiserliches Eingreifen in die Auseinandersetzungen zwischen den herzoglichenBrüdern Mieszko III. (der Alte) und Kasimir II. (der Gerechte) von Polen

 

1184 Tod Markgraf Ottos I. von Brandenburg; ihm folgt sein Sohn Otto II.

 

1185/86-90 Dedo, Markgraf der Ostmark / Lausitz

 

ca. 1185/90 Eroberung Köpenicks durch den Markgrafen Dedo von der Ostmark / Lausitz undseinen Sohn Konrad

 

1185/90-1245 Köpenick gehört zur Markgrafschaft Ostmark / Lausitz

 

1187 Tod Herzog Bogislaws von Pommern

 

1189 Kaiser Friedrich Barbarossa beauftragt Herzog Kasimir II. (der Gerechte) von Polen mitder Rückführung des aus seinem Fürstentum vertriebenen Vladimir Jaroslavič vonHalič

 

1190-1210 Konrad, Markgraf der Ostmark / Lausitz

 

1192 Tod Erzbischof Wichmanns von Magdeburg

 

1194 Tod Herzog Kasimirs II. (der Gerechte) von Polen

 

1198-1202 Herzog Mieszko III. (der Alte) erneut Herrscher von Polen

um 1200 forcierter Ausbau der Köpenicker Altstadt unter Markgraf Konrad

 

1202 Tod Herzog Mieszkos III. (der Alte) von Polen

 

1203/1216 Tod Agathas, der Witwe Jaczas

 

1205 Tod Markgraf Ottos II. von Brandenburg; ihm folgt sein (Halb-)Bruder Albrecht II.

 

1205 Markgraf Albrecht II. von Brandenburg heiratet Mechthild / Mathilde von Landsberg,die älteste der beiden Töchter des Markgrafen Konrad; die Hochzeit richtet KonradsBruder, Graf Dietrich von Sommerschenburg und Groitzsch, sehr aufwendig auf derBurg Groitzsch aus

 

1209 Markgraf Konrad erobert Land und Burg Lebus, bis dahin im Besitz seinesSchwagers,Herzog Władysławs III. (Schlenkerbein, Stöckerbein, Dünnbein) von Polen

 

1209 Tod der Gemahlin Markgraf Konrads, Elisabeth von Polen, die im ZisterzienserklosterDobrilugk beigesetzt wird

 

1210 erste urkundliche Erwähnung Köpenicks als Copnic

 

1210 Tod Markgraf Konrads von der Ostmark / Lausitz, der in Zschillen (Wechselburg)beerdigt wird

 

1210 Köpenick gelangt mit der Ostmark / Lausitz an Markgraf Dietrich (der Bedrängte) ausder meißnischen Linie der Wettiner

 

1220 Tod Markgraf Albrechts II. von Brandenburg; ihm folgen seine Söhne Johann I. undOtto III., die zuerst unter Vormundschaft ihrer Mutter, der Markgräfin Mechthild /Mathilde von Landsberg herrschen

 

1221 Tod Markgraf Dietrichs (der Bedrängte) von Meißen und der Ostmark; ihm folgt nochminderjährig sein Sohn Heinrich III. (der Erlauchte) in beiden Markgrafschaften

 

1225 Landgraf Ludwig IV. von Thüringen, der Vormund Markgraf Heinrichs III. (derErlauchte) von Meißen und der Ostmark, erobert Land und Burg Lebus 

 

1237 Ersterwähnung Cöllns (an der Spree)

 

1239-1245 Fehde zwischen Markgraf Heinrich III. (der Erlauchte) von Meißen und derOstmark / Lausitz und den markgräflich-brandenburgischen Brüdern Johann I. undOtto III. um Köpenick und Mittenwalde

 

1244 Ersterwähnung Berlins

 

1245 mit dem Friedensschluss im seit 1239 andauernden Krieg fallen Köpenick undMittenwalde endgültig an die Markgrafen Johann I. und Otto III. von Brandenburg

 

1245 erstmals wird ein markgräflich-brandenburgischer Amtsträger als Vogt in Köpenick(H. advocatus de Kopenick) erwähnt

 

ca. 1398-1407 mit Markgraf Wilhelm (der Einäugige) von Meißen ist vorübergehendwieder ein Wettiner im Besitz von Schloss Köpenick